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DL-808 LOW TOM / CONGA

(ROLAND TR-808 LOW TOM / CONGA CLONE)

DL-808 LT PCB 600

Die DL-808 besitzt drei TOM-Module, die sich nur durch unterschiedliche Stimmung unterscheiden. Dieses ist durch leicht unterschiedliche Werte der frequenzbestimmenden Bauteile realisiert worden. Die High-, Mid- und Lowtom sind Schaltungstechnisch identisch. Die DL-808 TOM-Module beruhen auf den original TR-808 TOM Tonerzeugung. Der entsprechende Schaltungsteil wurde als 19" Modul im Euroformat realisiert. Die Klangerzeugung das Bassdrummodules ist voll analog aufgebaut, genau wie beim Original!

Zu diesem Modul gibt es eine komplette Dokumentation, die weitere Information enthält. Das Drummodul kann auch "Stand-Alone" betrieben werden, nur eine Spannungsversorgung ist noch nötig.

Die Beschreibung der drei Toms ist identisch, auf die Unterschiede der Bestückung wird aber im weiteren eingegangen.

Die Bedienelemente:

Die Bedienung erfolgt über drei Potis.

Level:

Lautstärke der Tom Tom

Tune:

Beeinflußt die Tonhöhe

Decay:

Beeinflußt die Ausschwingzeit

Die Anschlüsse:

Auf der Frontplatte ist eine 6,3mm Klinkenbuchse vorhanden, an der das Low Tom direkt abgegriffen werden kann. Wenn die Klinkenbuchse verwendet wird, ist der Trommelsound im Main Mix nicht zu hören.

Die erforderlichen Versorgungsspannungen, die Steuersignale und auch die Ausgangssignal der Module sind über einen 31poligen Synthesizerbus miteinander verbunden. Nur die benötigen Verbindungen sind an der Stiftleiste angelegt und so mit dem Bus verbunden. Die verwendeten Anschlüsse sind bei der Low Tom folgende:

  • Spannungsversorgung (+/-15V)
  • Low Tom Trigger
  • Low Tom Velocity
  • Tom Noise Input
  • Noise Trigger Output
  • Low Tom Output

Klangerzeugung:

Die drei Toms (High, Mid & Low) haben die selbe Schaltung und sind auch auf der selben Platine aufgebaut Unterschiede bestehen hier nur in der unterschiedlichen Bestückung. Durch leicht unterschiedliche Bauteilwerte wird das unterschiedliche Tunings erreicht der VCOs. Die Funktion der drei Toms ist also identisch und sollen im folgenden kurz beschrieben werden.

Klangerzeugung allgemein:
Das gebrückte T-Netzfilter aus der Abbildung (X) wird verwendet um periodisch gedämpften Drumsound zu erzeugen. Mit Veränderungen der Bauteilwerte von R und R wird die Schaltung an die verschiedenen Anwendungen (Instrumenten Sounds) abgepaßt. Der schwingende VCA ist in Abbildung (x) zu sehen. Er wird verwendet um metallische Klänge (Noise) zu erzeugen. Das besondere ist, daß die Ausgangswellenform einen sehr hohen Anteil an harmonischen Frequenzanteilen besitzt.

Die Besonderheiten der Tom-Drum-Klangerzeugung wird im Folgenden genau besprochen. Die drei Klangerzeuger für LOW-/MID-/HIGHTOM basieren auf der gleichen Grundschaltung. Hier wird also nur von der Tom im allgemeinen gesprochen. Dieser Klangerzeuger beruht auf einem "Multifeedback"-"gebrücktes"-T-Netzfilter mit IC 18 als aktives Element. Der Klang ist schaltbar mit einen dreifach Umschalter. Wenn der Oszillator direkt nach dem Triggersignal eine große Lautstärke hat und eine hohe Frequenz, dann beschneiden die Dioden D84 und D85 reduziert die Zeitkonstante des Filters. Wenn die Resonanz gedämpft ist, ist die Frequenz niedriger mit dem Effekt, zunehmen der internen Dioden Widerstände. Diverse Variationen sind abhängig von der abgelaufen Zeit , beträchtlich hörbar das Gehäuse der Tom. pinkes Rauschen mit einer etwas länger DECAY-TIME wird gemischt um der Tom eine künstliches Echo zur Verfügung zu stellen.

Spezialbauteile:

Die Operationsverstärker vom Typ µPC4558C werden nicht mehr hergestellt, bzw. sind nur noch schwer erhältlich. Aber hier sind Alternativen leicht gefunden. TL071 & TL072 (Datenblatt): Dieser gut erhältlichen Typ mit 1 oder 2 Operationsverstärker in einem Gehäuse . Es gibt auch andere verwendbare OPs, die auch oft zum TL071/72 Pinkompatibel sind.

Die Transistoren können einfach ersetzt werden. Der NPN Transistor 2SC945 (Datenblatt) wird durch den BC547C (Datenblatt), der PNP Transistor 2SA733(Datenblatt) wird durch den BC557C (Datenblatt) ersetzt.

Alle Dioden vom Typ 1SA1015 (Datenblatt) können durch die Kleinsignaldiode 1N4148 (Datenblatt) ersetzt werden.

Eine Übersicht über alle in dem DL-808 Drumsynthesizer verwendeten Bauteile gibt es hier.

Demosounds:

Um einen kleinen Eindruck zu erhalten wie der Sound der jeweiligen Module ist, wurden diverse Samples aufgenommen. Alle Demo-Samples sind unbearbeitet. Lediglich eine MP3-Decodierung wurde vorgenommen. Zum abhören der Samples würde ich WINAMP empfehlen.

Sample 1

Sample 2

Sample 3

Sample 4

Sample 5

Sample 6

Sample 7

Sample 8

   

Das Modul:

Der Nachbau des DL-808 Low Tom Moduls sollte keine größeren Probleme bereiten. Es wurde eine einseitige Platine entwickelt, die leicht selber herzustellen ist. Hierzu stehen Platinenlayout und Bestückplan zum Download bereit. Auch gibt es einen Schaltplan und eine Stückliste um den Nachbau so einfach wie möglich zu gestalten.

Die Unterlagen:

Schaltplan, Platinenlayout, 2x Bestückplan, Stückliste, Frontplattenlayout:
Der Schaltplan des Low-Tom-Moduls ist auf einer Seite untergebracht. Das Layout für eine einseitige Platine ist auf wenig Drahtbrücken optimiert. Das Platinenlayout hat einen Maßstab von 1:1 und ist NICHT Spiegelverkehr gedruckt. Den Bestückplan gibt es zweimal. Ein Bestückplan zeigt die Bauteilnummern, der Andere nur die Bauteilwerte. Sehr hilfreich beim Aufbau und der Fehlersuche. In der Stückliste sind alle verwendeten Bauteile aufgeführt.

  • Die Dokumentation des Low-Tom-Moduls gibt es als PDF !
  • Eine Übersicht über alle Dokumente zum DL-808 Drumsynthesizer gibt es hier

Source

Die Schaltung stammt aus der TR-808 von Roland!