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DL-909 HIGH TOM

(ROLAND TR-909 HIGH TOM CLONE)

Die DL-909 besitzt drei TOM-Module, die sich nur durch unterschiedliche Stimmung unterscheiden. Dieses ist durch leicht unterschiedliche Werte der frequenzbestimmenden Bauteile realisiert worden. Die High-, Mid- und Lowtom sind Schaltungstechnisch identisch. Die DL-909 TOM-Module beruhen auf den original TR-909 TOM Tonerzeugung. Der entsprechende Schaltungsteil wurde als 19" Modul im Euroformat realisiert. Die Klangerzeugung das Bassdrummodules ist voll analog aufgebaut, genau wie beim Original!

DL 909 HIGH TOM  (für TR-909 CLONE)
DL-909 HIGH TOM MODUL (ROLAND TR-909 HIGH TOM CLONE)

Zu diesem Modul gibt es eine komplette Dokumentation, die weitere Information enthält. Das Drummodul kann auch "Stand-Alone" betrieben werden, nur eine Spannungsversorgung ist noch nötig.

Die Beschreibung der drei Toms ist identisch, auf die Unterschiede der Bestückung wird aber im weiteren eingegangen.

Das Modul:

Der Nachbau des DL-909 High Tom Moduls sollte keine größeren Probleme bereiten. Es wurde eine einseitige Platine entwickelt, die leicht selber herzustellen ist. Hierzu stehen Platinenlayout und Bestückplan zum Download bereit. Auch gibt es einen Schaltplan und eine Stückliste um den Nachbau so einfach wie möglich zu gestalten.

DL 909 HIGH TOM  (für TR-909 CLONE)
DL-909 HIGH TOM MODUL (ROLAND TR-909 HIGH TOM CLONE)

Die Bedienelemente:

Die Bedienung erfolgt über drei Potis.

Level: Lautstärke der Bassdrum
Tune: Beeinflußt die Tonhöhe
Decay: Beeinflußt die Ausschwingzeit

Die Anschlüsse:

Die erforderlichen Versorgungsspannungen, die Steuersignale und auch die Ausgangssignal der Module sind über einen 31poligen Synthesizerbus miteinander verbunden. Nur die benötigen Verbindungen sind an der Stiftleiste angelegt und so mit dem Bus verbunden. Die verwendeten Anschlüsse sind bei der High Tom folgende:

Spannungsversorgung (+/-15V)
High Tom Trigger Input
High Tom Velocity Input
Tom Noise Input
Noise Trigger Output
High Tom Output

Auf der Frontplatte ist ein 6,3mm Klinkenbuchse vorhanden, an der das High Tom direkt abgegriffen werden kann. Wenn die Klinkenbuchse verwendet wird, ist der Trommelsound im Main Mix nicht zu hören.

Die Schaltung:

Die drei Toms (High, Mid & Low) haben die selbe Schaltung und sind auch auf der selben Platine aufgebaut. Unterschiede bestehen hier nur in der unterschiedlichen Bestückung. Durch leicht unterschiedliche Bauteilwerte wird das unterschiedliche Tunings erreicht der VCOs. Die Funktion der drei Toms ist also identisch und sollen im folgenden kurz beschrieben werden.

Die tonerzeugende Schaltung der Tom besteht aus drei VCOs und dem Rauschen, daß aus dem Rauschgenerator stammt. Die VCO sind für den Trommelklang verantwortlich, das Rauschen für den Anschlagsklang. Hier wird ein spezielles bearbeitetes Rauschen (im nachfolgenden nur noch Tom Rauschen genannt) verwendet, was vom allgemeinen Rauschgenerator abgeleitet wird.

Die drei VCOs (VCO1->U3,U2a/f, VCO2->U4,U2b/c, VCO3->U5,U2d/e) haben den selben Schaltkreis. Nur die Aufladekondensatoren C3,C5,C6 haben eine unterschiedliche Kapazitäten, damit sie bei unterschiedlichen Frequenzen oszillieren können. VCO2 hat die höchste, VCO3 hat die niedrigste Frequenz. Die Ausgangssignale der drei VCOs können an den markierten Stellen überprüft werden.

Durch das Triggersignal an Basis von Q5, wird Q9 angesteuert, der die drei Hüllkurve (ENV1,2,3) ansteuert. Außerdem wird auch der spezielle Tom Rauschgenerator angesteuert und mittels Q10 eine Steuerspannung zur Pichmodulation der drei VCOs erzeugt. Die Steuerspannung kann auch manuell durch VR1 (Tune) gesteuert werden. Q1,Q2,Q3 werden durch das Triggersignal angesteuert, und sorgt dafür, daß die VCOs zurückgesetzt werden und immer synchron starten. Dieser Schaltungsteil wird auch in der Snaredrum verwendet.

Jeder VCO Ausgang wird durch jeweils zwei Dioden (D9/10, D12/13, D15/16) von einer Dreieckwelle in eine Sinuswelle umgewandelt. Die Umwandlung von Dreieck auf Sinus wird bei VCO 1 durch Q4 und C4 langsamer gestartet. Diese ist auch vom Triggersignal (Q10) abhängig. Alle drei VCO Signale durchlaufen anschließend jeweils eine VCA (Q6,Q7,Q7). Alle drei VCAs werden durch einen eigenen Hüllkurvengenerator angesteuert. Die Decay Zeit von ENV3 kann zusätzlich manuell eingestellt werden (VR3). Dem VCO2 wird zusätzlich, noch vor dem VCA, Tom Rauschen zugefügt. Dieses verursacht eine natürliche Attackphase.

Die drei Signale werden an U6A gemischt, verstärkt und dem Synthesizerbus übergeben. Mittels VR2 ist die Lautstärke veränderbar.

Das Ausgangssignal.

Bauteileauswahl:

Der sechsfach Inverter Baustein 4069UB (Datenblatt) sollte etwas genauer betrachtet werden. Hier ist nur der Typ 4069UB verwendbar. Der Typ 4069B ist für diese Anwendung leider nicht geeignet. Dieser Typ ist leicht erhältlich, und sollte kein Problem darstellen.

Der Doppel PNP Transistor 2SA798 (Datasheet) kommt in einem nicht alltäglichen 5 Pin Gehäuse daher. Er wird auch nicht mehr hergestellt, bzw. ist nur noch ganz schwer erhältlich. Es sollte also auch hier über eine Alternative nachgedacht werden. Folgend eine einfache Alternative: 2x BC557 (Datasheet): Zwei Standarttransitoren werden thermisch gekoppelt indem sie z.B. mittels eines Kupferrohres zusammengepreßt werden. Wärmeleitpaste kann auch nicht schaden. Außerdem sollten beide Transistoren gleiche elektrische Werte aufweisen, was am besten mit Transistoren aus gleicher Fertigung gelingt. Billig, gut erhältlich, aber nicht die besten Eigenschaften. Pinkompatibel ist das Konstrukt auch nicht.

Die Operationsverstärker vom Typ M5216 von Mitsubishi (Datenblatt) werden nicht mehr hergestellt, bzw. sind nur noch schwer erhältlich. Aber hier sind Alternativen leicht gefunden. Der TL071/TL072/TL074 (Datenblatt) ist gut erhältlichen Typ mit 1, 2 und 4 Operationsverstärker in einem Gehäuse . Pinkompatibel zum M5216 ist hier aber nichts. Also nur für Neuentwicklungen von Platinen geeignet. Es gibt auch andere verwendbare OPs, die aber oft zum TL071/72/74 Pinkompatibel sind.

Die Transistoren können einfach ersetzt werden. Der NPN Transistor 2SC2603 (Datenblatt) wird durch den BC547 (Datenblatt), der PNP Transistor 2SA1115 (Datenblatt) wird durch den BC557 (Datenblatt) ersetzt. Alle Dioden vom Typ 1SS133 (Datenblatt) können durch die Kleinsignaldiode 1N4148 (Datenblatt) ersetzt werden.

Demosounds:

Um einen kleinen Eindruck zu erhalten wie der Sound der jeweiligen Module ist, wurden diverse Samples aufgenommen. Alle Demo-Samples sind unbearbeitet. Lediglich eine MP3-Decodierung wurde vorgenommen. Zum abhören der Samples würde ich WINAMP empfehlen.

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Sample #1

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Sample #2

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Sample #3

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Sample #4

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Sample #5

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Sample #5

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Sample #6

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Sample #7

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Sample #8

Die Unterlagen:

Schaltplan: Der Schaltplan des Trommelmoduls ist auf einer Seite untergebracht. Damit entspricht ein Schaltplan auch ein Trommelmodul.

Platinenlayout: Da es sich um eine einseitige Platine handelt ist das Layout auf wenig Drahtbrücken optimiert. Die Platinenlayouts haben einen Maßstab von 1:1 und sind NICHT Spiegelverkehr gedruckt.

Bestückplan: Den Bestückplan gibt es zweimal. Ein Bestückplan zeigt die Bauteilnummern, der andere nur die Bauteilwerte. Sehr hilfreich beim Aufbau und der Fehlersuche.

Stückliste: In der Stückliste sind alle Bauteile enthalten.

Es gibt eine komplette Dokumentation mit Schaltplan, Bestückplan, Platinenlayout & Stückliste zu diesem Modul.

Eine Übersicht über alle Dokumente (Schaltplan, Bestückplan, Platinenlayout & Stückliste) zum DL-909 Drumsynthesizer gibt es hier

Source

Die Schaltung stammt aus der TR-909 von Roland!