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Optical Stereo Link Limiter

Optical Stereo Link LimiterEin Limiter wird zur Pegelbegrenzung verwendet. Eine Begrenzung ist nötig, denn der Übertragung und der Verarbeitung von Signalen sind physikalische Grenzen gesetzt. Wenn man ein Mischpult, einen Vocoder oder ein Effektgerät mit einem zu hohen Pegel ansteuert, wird es zu Verzerrungen kommen. Diese ist (bis auf wenige Ausnahmen) immer zu vermeiden.

Bei einem "normalen" Limiter gelangt das Eingangssignal über einen spannungsgesteuerten Verstärker (VCA) zum Ausgang. Der Verstärkungsfaktor des VCAs liegt zwischen 0 und 1. Die aus dem Ausgangssignal gewonnene Steuerspannung, steuert nun den VCA so, daß er bei hohen Pegeln eine Dämpfung bewirkt. Von Dämpfung sprechen wir, da der Eingangspegel des Verstärkers größer ist als sein Ausgangspegel.

In der Praxis werden Limiter oft gebraucht, um kurze Übersteuerungen zu eliminieren. Dadurch kann man das Signalpegel z.B. bei einer Aufnahme recht hoch halten, ohne Übersteuerungen befürchten zu müssen. Ein anderes Einsatzgebiet ist die Aufnahme von Sprache. Entweder kann man die Lautstärkenveränderungen die durch Abstandsänderungen des Sprechers zum Mikrofon aufgetretenen sind, von Hand nachgeregeln, oder automatisch (in gewissen Grenzen) durch einen Limiter.

Bei dem hier gezeigten Limiter handelt es sich um eine sehr besondere Variante. Es ist eine der ältesten Formen der Kompressorschaltungen, zu denen der Limiter als Specialform dazugehört. Es wird eine Art Optokoppler zur Pegeldämpfung verwendet. Es handelt sich um einen Optokoppler mit einem lichtempfindlichem Widerstand aus Cadmiumsulfid und einer LED.

Wenn nun das Pegel den am Poti eingestellten Wert übersteigt, wird eine Spannung an die LEDs geleitet, die zu leuchten beginnen. Diese hat jetzt zur Folge, daß der lichtempfindliche Widerstand (LDR) niederohmiger wird, und das Signal mittels eines Spannungsteilers in Richtung Masse gezogen wird. So wird die gewünschte Pegelbegrenzung auf alternative Art erreicht.

Die Trägheit des LDRs sorgt für ein weiches Limitieren, welches sehr musikalisch klingt und sich so von "normalen" Limitern abhebt. Durch die Kopplung von zwei Kanälen, setzt bei beiden Kanälen eine Dämpfung ein, wenn wenigstens ein Kanal den Thresholdpegel erreicht hat. Der Limiter ist also für die Bearbeitung von Stereosignalen konzipiert. Das Kompressionsverhältnis ist im Gegensatz zum SSM2018 Limiter nicht veränderbar, da es durch die Eigenschaften das Optokopplers bestimmt wird.

Für die flexible Verwendung wurde dieses Modul mit Buchsen im 3,5mm und im 6,3mm Format ausgestattet. Es kann also in Verbindung mit dem Modulsynthesizer verwendet werden, aber auch als separates Inserteffekt am Mischpult. Die Spannungsversorgung erfolgt über das selbe Bussystem das auch bei den Synthesizermodulen verwendet wird.

Das Einsetzten einer Limitierung wird durch die Limit LED angezeigt.

Die Schaltung zu dem Limiter stammt aus dem Buch Audioschaltungen vom Elektor-Verlag. Der hier verwendete "Optokoppler" ist ein Specialbauteil von Experience Elektronics.

Anhang:

Verwendete Patch/Messkabel mit 4mm "Bananenstecker"
Informationen zum internen "Synthesizer-Bus-System"
Geschichte und Funktionsweise von Klangsynthese